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Zum Ende der Seite springen Die Bibel: Märchenbuch oder Lebenshilfe?
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Die Bibel: Märchenbuch oder Lebenshilfe? Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Dazu habe ich folgenden interessante Radio-Beitrag gefunden:
Zitat:

Unser Beitrag zum Jahr der Bibel (Teil II)
Autor und Sprecher: Gerhard Rampp
Rundfunkvortrag vom 27.07.2003

Verehrte Hörerinnen und Hörer,

nicht zu Unrecht wird die Bibel das "Buch der Bücher" genannt, denn unabhängig von seinem religiösen Gehalt hat es eine enorme kulturelle Bedeutung, spiegelt es doch die Entwicklung eines vorderasiatischen Volkes in der Zeitspanne von weit mehr als einem Jahrtausend wider. Einen annähernd vergleichbaren kulturellen Einfluss übten, zumindest in unserem abendländischen Kulturkreis, allenfalls die Ilias und die Odyssee von Homer aus, die aber weder in Umfang noch im Entstehungszeitraum auch nur dem Alten Testament gleichkommen. Und erst recht gilt diese Feststellung, wenn wir die Schriften des Neuen Testaments hinzurechnen.

Der entscheidende Unterschied liegt in der Wirkung auf die Nachwelt. Schon nach der Entstehung des griechischen Welt-Epos erhob niemand ernsthaft den Anspruch, hier handle es sich um die Aufzeichnung von erlebter Historie, und schon gar nicht betrachteten die Griechen die geschilderten Episoden als beispielhafte Geschichten mit moralischem Vorbildanspruch. Vielleicht lag dies auch daran, dass sich im alten Griechenland daneben auch Frühformen der Wissenschaften entwickelten. Speziell die Geschichtsschreibung und die Philosophie, von der wiederum die Ethik eine Teildisziplin war, reiften zu einer Blüte, die noch vor 250 Jahren als Ausgangspunkt der abendländischen Aufklärung und Klassik dienten. Homers Werke wurden wohl von Anfang an als literarisch anspruchsvolle Sammlung griechischer Mythen verstanden. Das oft skrupellose Verhalten der Götter wurde zwar als literarische Verarbeitung des "prallen Lebens" der Menschen akzeptiert, frei nach dem Motto: "Auch den Göttern ist nichts Menschliches fremd". Niemals aber wurde deren Charakter als vorbildlich, nachahmenswert oder gar heilig betrachtet. Den antiken Tragödien oblag es, die Menschen moralisch zu reinigen und zu erziehen.

Im altjüdischen Kulturkreis war dies anders. Außerhalb der Heiligen Schriften sind dort keine literarischen, wissenschaftlichen oder philosophischen Werke bekannt, die der jüdischen Thora beziehungsweise dem christlichen Alten Testament in geschichtlicher oder ethisch-moralischer Hinsicht hätten Konkurrenz machen können. Die Heiligen Bücher spiegelten nach Auffassung der Israeliten die Worte und die Taten Gottes wider; was er tat, war von vornherein und gleichsam per definitionem gut, ja unantast*bar. Auch die Christen übernahmen diese Auffassung, nur dass sie zusätzlich auch das Neue Testament als Richtschnur anerkann*ten.

Im Laufe der sich entwickelnden Tradition eines wissenschaftlichen Studiums der Bi*beltexte fiel kritischen Kirchenmännern jedoch auf, was historisch-kritische Theolo*gen des 20. Jahrhunderts etwa so auf den Punkt bringen: Viele Passagen der Bibel, vor allem des Alten Testaments, haben mit histo*rischen Tatsachen gar nichts oder nur wenig zu tun. Überdies gibt es eine Reihe von Geschichten, die nach heutigem Verständnis eher in einen Kriminalroman als in eine heilige Schrift passen würden. Kurz gesagt: Auch aus der Theologie wurden zwei Einwände gegen die Bibel vorgebracht. Erstens sei sie in Teilen nicht wahr, sondern nur eine Sammlung von Mythen oder gar Märchen, und zweitens sei sie in Teilen keineswegs gut, sondern schädlich und geradezu brutal. Mit der Wahrheitsfrage hat sich die letzte Sendung des Bundes für Geistesfreiheit befasst. Es bleibt festzustellen, dass heute nur noch eine kleine Minderheit der Europäer die Bibelgeschichten für historische Tatsa*chen hält. Hingegen glauben viele durchaus an eine moralische Nützlichkeit der Bibel * etwa in dem Sinne, wie heute von einem tieferen Gehalt der Märchen und Mythen ausgegangen wird. Dieses positive Urteil mag daran liegen, dass viele die Bibel, wenn überhaupt, nur auszugsweise gelesen haben und dass oft auch nur so genannte Volksausgaben in Umlauf sind. Jeder kann sich denken, welche Passagen dort herausgekürzt sind. Dabei geben gelegentlich schon mal Kirchenvertreter sogar in der Öffentlichkeit zu, dass dort auch schlimme Episoden vorkommen, aber meist wird dann nur auf das Alte Testament verwiesen, und entscheidend sei für Christen ja doch das Neue. In Fachkreisen fernab von der Öffentlichkeit werden Theologen allerdings deutlicher. Ein katholischer Innsbrucker Professor für Altes Testament hat in mühevoller Kleinarbeit jene Passagen herausgefiltert, in denen Jahwe Grausamkeiten ausgeführt oder angeordnet hat. Er kam auf über tausend Stellen, und in rund 70 Fällen hat er sogar einen Genozid, also die Vernichtung eines anderen Volkes oder Stammes befoh*len. Der am ehesten bekannte Fall betraf die Absetzung des Königs Saul, des Vorgängers von König David. Von ihm heißt es in verkürzten Versionen nur lapidar, dass er Gott nicht gehorchte und dafür bestraft wurde. Aber worin bestand sein Vergehen konkret? Er hatte in einem Kriegszug sämtliche Männer und Knaben eines feindlichen Stammes getötet, wie Jahwe es befohlen hatte. Die Frauen und das Vieh jedoch führ*te er als Beute mit und ließ sie am Leben. Jahwe hatte indes auch deren Tötung und somit die vollständige Ausrottung des Stammes befohlen. Sauls Unbotmäßigkeit bestand also darin, dass er nicht brutal genug vorging.

Es versteht sich von selbst, dass sich neben solchen Passagen auch eine Reihe positiver Episoden finden. Aber für ein Werk, das auch für die heutige Zeit noch die morali*sche Richtschnur sein soll, wäre schon eine einzige von Gott gebilligte Brutalität eine zuviel. Tatsächlich finden sich aber zahlreiche zutiefst inhumane Stellen, auch im Neuen Testament.

Ein Autor, der sich mit dieser Problematik sehr gründlich auseinandergesetzt hat, ist der Freiburger Psychologieprofessor Franz Buggle. In seinem 1992 erschienenen Buch "Denn sie wissen nicht, was sie glauben" stellt er gleich zu Beginn die These auf, dass die Kirchen trotz all ihrer Schwächen und trotz der dunklen Flecken in ihrer Geschichte vergleichsweise human seien in Relation zu ihrer programmatischen Grundlage, ihrer Heiligen Schrift. Er ist indes nicht der erste Autor, der der populären Meinung entgegen tritt, die christliche Lehre sei im Grunde schon gut, nur habe sie die Kirche im Laufe ihrer Geschichte pervertiert. Der evangelische Theologe Dr. Dr. Joachim Kahl schrieb in seinem Bestseller "Das Elend des Christentums": "Wer sich über die Bibel nicht em*pört, kennt sie nicht. Oder ist zu feige oder innerlich zu unfrei, sich zu empören." Kahl zog die Konsequenz und trat nach seiner Promotion aus der evangelischen Kirche aus, obwohl ihm dort eine große Karriere an der Universität offen gestanden hätte.

Professor Buggle listet in seinem Buch nicht nur eine Fülle von biblischen Unmenschlichkeiten auf und geht dann auf die Rechtfertigungsstrategien der Theologen ein, sondern stellt dann die Gretchenfrage in neuer Form: Kann man heute redlicherweise noch Christ sein?

Gleich zu Beginn zeigt Buggle den Weg auf, wie sich die Kirchen theoretisch aus dem Dilemma lösen könnten, dass einige Passagen ihres Basis-Werks in krassem Gegensatz zu den moralischen Grundsätzen stehen, die sie selbst heute vertreten. Sie bräuchten nämlich nur deutlich zu machen, dass eben nicht die ganze Bibel, sondern nur wesentliche Teile die Grundlage des christlichen Glaubens seien. Einen ersten Schritt haben viele christliche Gemeinschaften schon vor längerem durch die Klarstellung gemacht, dass die Bibel nicht wortwörtlich das Wort Gottes enthält, sondern nur sinngemäß von Gott inspiriert sei. Weiter zu gehen lehnen sie aber kategorisch ab. Im Gegenteil: Sogar das wegen seiner relativen Offenheit und Liberalität gerühmte II. Vatikanische Konzil stellte dazu in seiner "Dogmatischen Konstitution über die göttliche Offenbarung" 1965 wörtlich fest:

"Das von Gott Geoffenbarte, das in der Heiligen Schrift enthalten ist und vorliegt, ist unter dem Anhauch des Heiligen Geistes aufgezeichnet worden; denn aufgrund apostolischen Glaubens gelten unserer heiligen Mutter, der Kirche, die Bücher des Alten wie des Neuen Testamentes in ihrer Ganzheit mit allen ihren Teilen als heilig und kanonisch". Damit beginnt diese glasklare Aussage, die mit dem Fazit endet: "Da also alles, was die inspirierten Verfasser ... aussagen, als vom Heiligen Geist ausgesagt zu gelten hat, ist von den Büchern der Schrift zu bekennen, dass sie sicher, getreu und ohne Irrtum die Wahrheit lehren". Soweit das Zitat aus dem Konzilstext. Da andererseits die Bibel vor allem in ihrem älteren Teil unleugbare histo*rische und andere Irrtümer enthält, liegt zunächst der Schluss nahe, die Kardinäle hätten wohl in ihrer zugegebenermaßen knapp bemessenen Zeit selbst nur ausgewählte, unproblematische Passagen dieses umfangreichen Werks gelesen, sonst hätten sie sich doch nicht so kategorisch festlegen können. Tatsächlich hat dieses Dilemma zwischen uneingeschränktem Wahrheitsanspruch "in allen seinen Teilen" und den offensichtlichen Schwachstellen einen Bischof aus dem Rheinland so umgetrieben, dass er mit dem Autor des oben genannten Buchs in ei*nen längeren Briefwechsel getreten ist. Offenbar war ihm zuvor gar nicht bewusst, wie verheerend manche Passagen der Bibel heute auf einen weltoffenen Demokraten wirken müssen, wenn man sie nur aufmerksam und unvoreingenommen liest. Bei näherer Betrachtung haben die Kirchen allerdings keine wirkliche Alternative. Die Distanzierung von nur einer einzigen Bibelstelle würde sofort die Grundsatzfrage aufwerfen, ob diese denn wirklich göttlich inspiriert sei. Wenn sie sich einmal irrte, könnte sie sich auch hundertmal irren, und dann wäre sie letztlich doch zeitgebundenes Menschenwort einer frühgeschichtlichen Nomadengesellschaft und nicht Gotteswort. Dann würde die Autorität der Bibel noch viel mehr leiden, als sie das ohnehin tut.

Daher werden auch in der evangelischen Kirche keinerlei Vorbehalte gegen einzelne Passagen der Bibel zugelassen. So heißt es in der Konkordienformel, einer Bekenntnisschrift der evangelisch-lutherischen Kirche, wörtlich: " ... und bleibt allein die Heilige Schrift als der einzig Richter, Regel und Richtschnur, nach welcher als dem einzigen Probierstein sollen und müssen alle Lehren erkannt und geurteilt werden, ob sie gut oder bös, recht oder unrecht seien."

Nicht wenige freikirchliche und basischristliche Gemeinschaften reagieren sinngemäß nach dem Motto: "Was interessieren uns die Grausamkeiten Jahwes im Alten Testament, wir orientieren uns ausschließlich an Jesus und dem Neuen Testament." Für die private und höchstpersönliche Glaubenshaltung einzelner Christen könnte dies scheinbar ein Ausweg sein. Allerdings finden sich auch dort inhumane Passagen. Neben zahlreichen einzelnen Stellen wären vor allem die Kreuzestheologie des Paulus und wesentli*che Teile des Johannesevangeliums zu nen*nen. Außerdem ist die Trennung vom Alten Testament gar nicht so einfach möglich: Die Interpretation eines Kreuzestodes als Sühne*opfer setzt das alttestamentarisch-archaische Gottesbild voraus. Selbst das Liebesgebot, zentraler Aspekt des Neuen Testaments, ist zweischneidig angesichts der teilweise dra*konischen Strafen oder Strafandrohungen bei abweichendem, d.h. sündigem Verhalten. Ungläubige gelten auch dort wörtlich als "abscheuliche Menschen, die zu nichts Gutem taugen". Jesus wird mit dem Ausspruch zitiert: "Wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden". Die Diskriminierung von Ungläubigen und Ketzern in der Kirchengeschichte lässt sich direkt aus den Wunschphantasien über ihre Bestrafung und Vernichtung im Neuen Testament ableiten. So gesehen sind die Kirchen heute in Mitteleuropa, trotz mancher Rückfälle im Einzelfall, gegenüber Anders- oder Ungläubigen wesentlich toleranter, als sie dies nach dem Neuen Testament eigentlich sein dürften.

Wenn Sie sich damit näher befassen wollen, sollten Sie die Vorbehalte Buggles anhand der kritisierten Bibelstellen einmal selbst nachprüfen. Sein Bestseller "Denn sie wissen nicht, was sie glauben" ist derzeit vergriffen, kommt aber im Herbst beim Aschaffenburger Alibri-Verlag als Taschenbuch wieder heraus.

Um nicht missverstanden zu werden: Die Bibel als Kulturgut ist unstrittig. Als religiöse Quelle ist sie eine Sache der Gläubigen. Allein ihre behauptete moralische Funktion steht hier in Zweifel. Und auch in dieser Hinsicht ist beileibe nicht alles schlecht. Aber das Gute findet sich auch außerhalb der Bibel, und das Schlechte gilt es zu vermeiden - im Christentum und außerhalb.

http://www.bfg-muenchen.de/br270703.htm

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Religiöser Wahn ist eine psychische Krankheit die zum Tode führen kann.
17.09.2009 16:46 H2O ist offline E-Mail an H2O senden Beiträge von H2O suchen Nehmen Sie H2O in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Selbst das Liebesgebot, zentraler Aspekt des Neuen Testaments, ist zweischneidig angesichts der teilweise drakonischen Strafen oder Strafandrohungen bei abweichendem, d.h. sündigem Verhalten. Ungläubige gelten auch dort wörtlich als "abscheuliche Menschen, die zu nichts Gutem taugen". Jesus wird mit dem Ausspruch zitiert: "Wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden". Die Diskriminierung von Ungläubigen und Ketzern in der Kirchengeschichte lässt sich direkt aus den Wunschphantasien über ihre Bestrafung und Vernichtung im Neuen Testament ableiten. So gesehen sind die Kirchen heute in Mitteleuropa, trotz mancher Rückfälle im Einzelfall, gegenüber Anders- oder Ungläubigen wesentlich toleranter, als sie dies nach dem Neuen Testament eigentlich sein dürften.


Das ist wirklich hinterste Gosse. Wenn man wie ich, ohne Religion aufgewachsen ist und sowas dann ließt, muss man eigentlich froh sein, nicht mit in diesen Strudel hineingesogen worden zu sein. Ich habe Christen schreien gehört, die das oben zitierte von mir genau dem Islam / Koran vorwerfen. Im Koran kann man das aber nicht so ausdrücklich und unmißverständlich nachlesen - in der Bibel aber offenbar schon. Ich bin zwar davon überzeugt, dass Jesus in den Evangelien allerlei Worte in den Mund gelegt wurde, aber das macht die Sache ja nicht besser. Religion ist Gehirnwäsche und einfach zum Kotzen und ganz besonders das Christentum. Nie hat eine Religion mehr Tote gefordert wie das Christentum und es ist immer noch eine Seuche in unserer Gesellschaft.


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17.09.2009 20:59 Bob ist online E-Mail an Bob senden Beiträge von Bob suchen Nehmen Sie Bob in Ihre Freundesliste auf
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Jesus Nächten- & Feindesliebe kommt sehr schön in folgendem Vers raus:

"Wer ein Kind, das an mich glaubt, den Glauben verdirbt, für den wäre es besser, mit einem dicken Mühlstein um den Hals im Meer versenkt zu werden". (Mat 18,6)

schadenfroh schadenfroh schadenfroh schadenfroh schadenfroh schadenfroh schadenfroh

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Unter den vielen Lügenmächten, die in der Welt wirksam sind, ist die Theologie eine der ersten.

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von bonito: 15.12.2009 15:08.

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Wie kann man einen Glauben verderben?
Wer sich einen Glauben verderben lässt, glaubt sowieso nicht stark genug. Grins
Wir sind sicher nicht geboren worden, um zu glauben, sondern um uns weiterzubilden und zu mehr Erkenntnissen zu kommen. Die Inquisition mit Scheiterhaufen und Mühlsteinen ist vorbei und das ist auch gut so.

Die Bibel ist z.T. nur ein altes dreckiges Folterbuch mit unethischen Gesetzen. Wer sowas heute als historisch und juristisch relevant ansieht und es als gesamtes Werk anhimmelt, hat nicht alle Latten am Zaun.

Grüße von Bob
15.12.2009 21:50 Bob ist online E-Mail an Bob senden Beiträge von Bob suchen Nehmen Sie Bob in Ihre Freundesliste auf
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habe ein interessanten Text gefunden und gelesen über die Bibel-Fälschung:

Zitat:
Hallo,

Es ist ein sehr weites Feld. Deshalb möchte ich auch nur einige wenige Aspekte zur Diskussion beitragen. Flavius Josephus erwähnte in seinen Schriften aus jener Zeit insgesamt 20 Männer, die alle den Namen Jesus tragen, aber in keiner Weise mit unserem Jesus der Evangelien identisch sein können. Dieser Name war also weit verbreitet und scheinbar beliebt. Selbst wenn also morgen ein Grab mit der Inschrift "Hier liegt Jesus" gefunden würde, bliebe immer noch die Frage, ob hier ein wundertätiger Gottessohn, der Messias der Evangelien oder ein sterblicher Mann gleichen Namens begraben liegt. Kluge Köpfe äußern sich daher immer wieder kritisch über die vermeintliche Existenz Jesu. Johann Wolfgang von Goethe sprach vom "Märchen von Christus" und wetterte: "Die Geschichte des guten Jesus habe ich nun so satt, dass ich sie von keinem, außer von ihm selbst, hören möchte." lol Napoleon zweifelte an der Person Jesus genauso wie Friedrich der Große. Friedrich Nietzsche schrieb mit böser Feder: "Zum Christentum wird man geboren, man muss dazu nur krank genug sein." Schon 2.000 Jahre vor ihm legte der Philosoph und Christ Justin (100-165) in seinem "Dialog" dem Juden Tryphon in den Mund: "Ihr habt euch eine Wahnvorstellung gemacht. Ihr habt euch selbst Christus gebildet." Ein kleiner Hinweis über den Messias namens Jesus findet sich auf den ersten Blick in einer aus dem 11. Jahrhundert erhaltenen Handschrift von Flavius Josephus. Es ist also eine Abschrift unzähliger Abschriften und Übersetzungen.

Viele Emente des christlichen Glaubens wurden erst später eingeführt. Jesus wusste noch nichts davon:Weihwasser (120), Bußübungen (157), katholische Mönche (348), letzteÖlung (550), Fegefeuer (593),Anrufung Mariae (715), Heilig- undSeligsprechung (993), Zölibat (1015), Ablässe (1119), Sakrament der Ehe (1139),Dispensation und Erhebung der Hostien (1200), Inquisition (1204), unbefleckte Empfängnis Mariae (Dogma: 1854), Unfehlbarkeit des Papstes (1870), leibhaftige Himmelfahrt Mariae (Dogma: 1950). Die Bibel ist ein willkürliche Zusammenstellung eines Teiles der damals verfügbaren Texte. Viele Evangelien und andere Texte wurden dabei nicht in die Bibel übernommen und gelten als apokryph (=verborgen, geheim). Dazu gehören die Evangelien nach Petrus, Maria, Philippos, Thomas, Nikodemus, Bartholomäus und das Evangelium der Wahrheit, weiterhin die Kindheitsevangelien nach Thomas und Jakobus, das Thomasbuch, die Offenbarung Adams, die Geheimschrift des Johannes, die Apokalypse des Moses, die Apokalypse des Petrus, die erste Apokalypse des Jakobus und die Himmelfahrt des Jesaja. Die Offenbarung des Johannes ist nicht von dem Johannes, der das Evangelium schrieb, sondern laut Eusebius stammt sie von Cerinth. Das Matthäusevangelium ist nicht vom Apostel Matthäus, sondern basiert auf dem älteren Markusevangelium und Markus war weder Jünger noch Augenzeuge. Der erste und zweite Petrusbrief sind Fälschungen. Von den Paulusbriefen sind vermutlich unecht der Epheserbrief, der Kolosserbrief, der zweite Thessalonicherbrief, der erste und zweite Timotheusbrief und der Titusbrief. Es ist durchaus legitim, einen Künstlernamen zu verwenden. Es ist aber Betrug, wenn man behauptet, man sei der Apostel Paulus. Die Stelle "Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes" (Mt 28,19) wurde erst nach dem Konzil zu Nizäa eingefügt. Jesus beschränkte seinen Missionsauftrag nur auf die Juden. Den Befehl für die Missionierung und Taufe der Heiden gibt es also nicht.

Das 5. Gebot heißt ursprünglich "Du sollst nicht töten, weder Mensch noch Tier". Gefälscht auf dem Konzil zu Nizäa (im Jahr 325). Mit Adamah wird in der Schöpfungsgeschichte das tierhaft, egozentrische Leben bezeichnet, die primitiven Lebensvorstellungen und die Urkulte der großen Mutter. Adamah wird heute mit Erde bzw. Ackerboden übersetzt. Adam wurde also nicht aus Erde gemacht, sondern ging hervor aus den primitiven Menschen, die den Kult der großen Mutter anhingen.

Eine sumerische Übersetzung lautet „Mann von der roten Erde“ .Wenn im alten Testament tatsächlich die Erde gemeint ist, so steht dort Ha Aräz., also z.B. bei "Macht euch die Erde untertan.". Kain war übrigens kein Ackermann, wie es Luther übersetzte, sondern er diente der Adamah. Er war also Angehöriger der alten Religion der großen Mutter. Es gab in früheren Kulturen einen starken Zusammenhang zwischen Mutter und Erde. Im Deutschen gibt es den Begriff Mutterboden.

Das Wort Materie beinhaltet das Wort Mater (= Mutter). Der Grund für diese Sinnverwandtschaft liegt wahrscheinlich darin, daß sowohl die Mutter als auch der Boden Lebenhervorbringt, somit sind beides Symbole der Fruchtbarkeit. Im alten Testament kommen unterschiedliche Gottesbegriffe vor: Mit Elohim und Ha Elohim wird eine abstrakte Schöpfungsmacht bezeichnet, aber auch die Priester und Zauberer, die sich auf übernatürliche Mächte beziehen und zusätzlich fremde Götter und Götzen.

Elohim ist ein Plura ! JHVH Elohim ist das zur Erkenntnis führende lebende Wort der Schöpfung. JHVH ist das lebende Wort der Menschen, das aus JHVH Elohim erkannt wurde und die Menschen leitet. Jahweh und Adonai (= Herr) ist der menschengleiche, männliche Gott der Spätzeit, dem die Gelehrten der Auslegungstradition alle anderen Namen untergeordnet haben. 20 Weiterhin gibt es noch El Schadaj, den allmächtigen Gott. Die unterschiedlichen Gottesbegriffe werden in der deutschen Übersetzung der Bibel einfach ignoriert.Das Wort Martyrium wird heute mit einem Opfertod in Verbindung gebracht. Es stammt aber ab vom griechischen Wort für Zeugnis. Das Martyrium bestand also ursprünglich darin, dass man über seinen Glauben Zeugnis ablegte, sich also dazu bekannte. Sterben musste man dafür nicht.

Das Wort Buße ist in der Bibel die Übersetzung des griechischen Wortes metanoia, das "Sinnesänderung" bedeutet. Von Strafe und Leiden ist da keine Rede.Jesus war nicht aus Nazareth, denn den Ort gab es damals noch nicht. Er war Nazarener. In der Literatur gibt es auch die Bezeichnung Nazoräer oder Nasiräer. Die Bedeutung ist "Bewahrer des Bundes"oder "Bewahrer kultischer Riten".

Das Wort "nazar" bedeutet im aramäischen "wachen", "beobachten" und "bewahren". Die "Nazaria" war ein Zweig der Essener. Möglicherweise liegen die verschiedenen Schreibweisen auch verschiedene Gruppierungen zugrunde. Nazoräer waren Asketen, Nazarener aber nicht. Die biblische Ortsbezeichung Gehenna (Hölle) stammt vom hebräischen Gai-Hinnom ab, von dem Tal Hinnom bei Jerusalem, wohin Tierkadaver und die Leichen von Verbrechern geworfen wurden.Ein weiteres Beispiel für Widersprüche in der Bibel: Der Mensch wird in der Schöpfungsgeschichte gleich zweimal erschaffen, einmal als Mann und Frau bei Gen 1,27 und nochmals bei Gen 2,7 aus Erde, aber dieser war allein (Gen 2,18), deshalb muss auch die Frau nochmals geschaffen werden aus der Rippe Adams (Gen. 2,21). Als Kain vertrieben wird, so hat er Angst, daß er totgeschlagen würde, aber Gott machte ein Zeichen an Kain, damit ihn niemand erschlägt. Kain geht danach ins Land Nod, nahm eine Frau und bekam einen Sohn (Gen 4,14-17). Da stellt sich doch die Frage: Wer kann überhaupt Kain erschlagen und woher bekommt er eine Frau? Wo kommen denn diese anderen Menschen her? Die Menschen waren doch gerade erst erschaffen worden.

Der Vater von Josef heißt bei Matthäus "Jakob" aber bei Lukas "Eli".In der Ahnenreihe von Abraham bis Jesus sind bei Lukas 56 Generationen, bei Matthäus 42. Bei Markus gehen drei Frauen aus Grab, bei Matthäus zwei.Judas stirbt gleich zweimal: Einmal erhängt er sich (Mt 27,5) aber in der Apostelgeschichte (Apg 1,16) stürzt er vornüber zu Boden und seine Eingeweide quellen hervor. Da Josef aus Galliläa war und in Bethlehem keinen Grundbesitz hatte, denn sonst wäre Jesus wohl kaum in einer Krippe zur Welt gekommen, hätte er zur Volkszählung nicht in Bethlehem erscheinen müssen. Er war nämlich dort nicht steuerpflichtig. Besonders „nett“ finde ich den Aspekt, dass es zur Zeit von Jesus keine Silberlinge gab. Judas hat sich also Geld andrehen lassen, dass 300 Jahre zuvor aus dem Umlauf genommen wurde, nämlich die 30 Silberlinge für den Verrat von Jesus.

Quellen: Paul Hengge, "Die Bibel Korrektur", ORAC PIETSCH;Holger Kersten, Elmar Gruber, "Das Jesus Komplott", Langen Müller;Holger Kersten, "Jesus lebte in Indien", Knaur Verlag;Zecharia Sitchin, "Am Anfang war der Fortschritt", Knaur Verlag;Uta Ranke Heinemann, "Nein und Amen", Hoffmann und Campe;Karlheinz Deschner, "Der gefälschte Glaube";



interessanter Link:http://www.bibelkritik.ch/bibel/g6.htm

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Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das Konkordat gekündigt werden sollte
Als du auf die Welt kamst, weintest du, und um dich herum freuten sich alle. Lebe so, daß, wenn du die Welt verläßt, alle weinen und du allein lächelst
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Zitat:
Original von maja
habe ein interessanten Text gefunden und gelesen über die Bibel-Fälschung:

interessanter Link:http://www.bibelkritik.ch/bibel/g6.htm
Das ist lange bekannt. Der Text hebt darauf ab wo biblische Texte herkommen und was da vielleicht falsch oder anders übersetzt wurde.

Da alle bilischen Text nur kopierte Mythen aus einer unüberschaubaren Breite anderer Kulturen sind vermischt mit eigenen Phantasien, ist so eine Betrachtung ein ziemlich sinnlose Übung. Darin wird nicht mir einem Wort auf Quellen und Inhalte verwiesen, was damals real geschehen ist. Gleichzeitig waren die Kopisten dumm wie Bohnenstroh und hätten kaum die 1.te Klasse Volksschule geschafft.

Auf den anderen Seite standen die großen Denker der Antike, die für ihre Zeit Enormes geleistet haben. Ihre Erkenntnisse blieben den Fundamentalisten der Zeit mangels IQ verborgen, Wissen ohne göttlichen Bezug gilt immer schon als antireligiös - wer wenig weiß, der muss viel Glauben. Von Thales of Miletus (624-545 v.C.) bis zu Johannes Calvin (1509–1564 n.C.) war die Erde eine flache Scheibe und basta. Wer was anderes sagt wird gesteinigt.

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Auch wenn man heute nicht unbedingt mit Folter und Verbrennen rechnen muss, so mache ich immer wieder die Erfahrung, dass Menschen die sich als Christen bezeichnen, äußerst empfindlich auf Kritik am Bibelgott und der Bibel reagieren, wenn sie auf Widersprüche hingewiesen werden,,,
13.03.2010 21:59 Falk v. K. ist offline E-Mail an Falk v. K. senden Beiträge von Falk v. K. suchen Nehmen Sie Falk v. K. in Ihre Freundesliste auf
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Das liegt zum großen Teil an der Indoktrination von Kindesbeinen an, dass diese Leute Kritik an der Bibel gar nicht kennen und auch nicht verstehen, sondern stets eingetrichert bekommen haben, dass die Bibel was ungewöhnlich Gutes ist - ohne sie aber meist selbst gelesen zu haben. Deshalb kommen dann auch immer die selben abgelutschten Phrasen, die einer Argumentation entbehren. Die fühlen sich dabei völlig uberrumpelt und stehen sich dann hilflos einer Argumention gegenüber, wobei sie dann oft diese angesprochenen Widersprüche in Zweifel ziehen, oder versuchen, sie irgendwie wegzuerklären oder gar zu polemisieren. Es ist dann auch oft sinnlos, mit diesen Leuten darüber überhaupt ins Gespräch zu kommen, um denen das ABC beizubringen. Bei den Zeugen Jehovas z.B. habe ich das bereits aufgegeben.


Grüße von Bob
14.03.2010 06:10 Bob ist online E-Mail an Bob senden Beiträge von Bob suchen Nehmen Sie Bob in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von BOB
Bei den Zeugen Jehovas z.B. habe ich das bereits aufgegeben.
Nicht nur bei den ZJ, sondern eigentlich bei allen vom Glauben befallenen.

Die RKK müsste ihre ewigen Wahrheiten verschrotten, damit wird das Papsttum generell in Frage gestellt. Pädophilie und Homosexualität sind unheilbar und nicht von Dämonen verursacht, Exerzitien oder Gebete treiben sie nicht aus. Gott verursacht keine Kriege, Katastrophen oder Krankheiten, er heilt und hilft auch nicht, beten ist nur Selbstmeditation psychische Schwächen zu meistern.

Die gesamte christliche Lehre ist unwissenschaftlich, lebensfremd und pathologisch krank. Der Unfehlbarkeitsanspruch der RKK ist so falsch wie die Unterdrückung freier Meinungen durch absoluten Gehorsam. Alles Leid verursachen nur die Menschen, die RKK hat daran keinen Anteil denn sie vermittelt als Institution nur Gottes Gnade. Mit dieser theologischen Auslegung (Eugen Drewermann) ist sie so überflüssig wie ein Kropf, die Kirchenoberen sind folglich frei von jeder Einsicht und vor allem nicht lernfähig.

Das Problem ist nur durch einen Kirchenaustritt zu lösen und Beschlagnahme der veruntreuten Milliarden um sie für Hilfsbedürftige zu verwenden ohne 95% Verlust für Protz und Pomp.

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Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das Konkordat gekündigt werden sollte!                                         Zitat:   Kadosch   /   www.religionskritik.com
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